Münchner Straße 15, 89073 Ulm
+49 7319 53495-29

VMware vSphere 6.x

VMware vSphere 6.x – Aufbau und Management

Zielgruppe

Administratoren, Systembetreuer, Supportmitarbeiter

Dauer

Die Kursdauer beträgt 5 Tage.

Level

mittlere Komplexität

Zertifikat

Schulungsteilnehmer erhalten ein Zertifikat.

Preis

2450,- € inkl. MwSt.
Inklusive Verpflegung.

termine

Keine Events

Beschreibung

Innerhalb dieses stark praxisorientierten, fünftägigen Deep-Dive-Kurses erhalten die Teilnehmer eine intensive Einweisung in die VMware vSphere Produktfamilie und lernen die Verwaltung von vSphere Farmen unter vCenter Server kennen. Abschließend sind die Teilnehmer in die Lage, eine vSphere Umgebung einzurichten, zu administrieren, zu optimieren und ein Troubleshooting durchzuführen.

Nach einer gründlichen Vorstellung der Architektur und Klärung aller Begrifflichkeiten werden die Features von vSphere gegeneinander abgegrenzt. vMotion, HA und DRS bauen auf der Anwesenheit mehrerer Ebenen von Voraussetzungen auf: Management, VLANs und Storage. Erst wenn diese reibungslos funktionieren, können die höheren Ebenen aktiviert werden.

Die Bereitstellung von VMs „auf der grünen Wiese“ wird genau erklärt. Meist werden VMs aber aus Vorlagen bereitgestellt, die einer gründlichen Optimierung unterzogen werden sollten. Um diesen Lifecycle an die eigenen Gegebenheiten anpassen zu können, werden alle Schritte dieses Verfahrens intensiv eingeübt. Dann folgt ein Blick auf die Internas einer VM und die Belange von Snapshots. Hier wird insbesondere auf die Unfallrisiken mit unkontrolliert anwachsenden Snapshots und mögliche Reparatur- und Vorsichtsmaßnahmen eingegangen.

Im nächsten Abschnitt geht es um die Zusammenhänge innerhalb des vSphere Inventory, in dem Ereignisse, Alarme und Leistungsdaten akkumuliert und Berechtigungen vererbt werden. Die Besonderheiten des vSphere-eigenen Verzeichnisdienstes werden vorgestellt und in Übungen vertieft. Zwangsläufig kommt man in Kontakt mit vCenter in Form der heute genutzten vCenter Appliance (VCSA). Deren Implementierung und Integration mit anderen Verzeichnisdiensten wie Active Directory wird erläutert und es werden die Möglichkeiten zur Konfiguration und Datensicherung vorgestellt. Die Web Interfaces Flex. HTML und VAMI werden erarbeitet.

Die ESXi Hosts sind zwar schnell installiert, aber die Einbindung in eine vSphere Umgebung und die vielfältigen Möglichkeiten zur Diagnose und Fehlerbehebung legen nahe, sich intensiv mit der Installation und Konfiguration von Hosts zu befassen. Alle Teilnehmer erhalten Gelegenheit dazu und arbeiten mit ESXi Hosts ‒ auf der DCUI Konsole, der lokalen Shell und per ssh. Auch der lokale Host-Client wird vorgestellt. Die Einbindung in vCenter und AD wird praktisch durchgeführt, die wichtigsten Shellbefehle und Notfallverfahren erläutert. Dann erfolgt die Konfiguration der restlichen Host-Eigenschaften per vCenter. Ein besonderer Wert wird zudem auf alle Verfahren zum Troubleshooting gelegt.

Das Networking geschieht in vSphere Standard-Umgebungen auf der Basis der vSwitches. Alle Eigenschaften dieser Netzwerk-Elemente wie Portgruppen, deren Einstellungen, Teaming und Failover und die VMKernel- Ports werden besprochen. Alle Verfahren werden mit den empfohlenen „Best Practices“ von VMware abgestimmt. Nach Absprache wird auch der Distributed Switch vorgestellt und das Migrationsverfahren zu dieser komplexeren Umgebung erörtert.

Die Storage Anbindung nimmt ebenfalls breiten Raum ein, da Probleme auf dieser Seite den Betrieb meist nachhaltig stören. Es wird die Anbindung von NFS Speichern gezeigt. Die

meisten Betreiber vertrauen auf Fibre Channel basierte SAN oder iSCSI, daher werden die Belange von Multipathing (MPIO) basierten Umgebungen ausführlich behandelt. Im Rahmen einer Übung werden LUNs eingebunden und deren Zusammenspiel mit dem verwendeten SATP Modul dargelegt. Das Anlegen oder Analysieren einer Claims Rule ist Bestandteil des Kurses, so dass die Teilnehmer lernen, eine optimale Anbindung von Speicherplatz herzustellen. Methoden zur Fehlersuche und ausgewählte Kommandos auf der Shell werden vorgestellt.

Nun sind die Voraussetzungen hergestellt, um höhere Funktionen zu aktivieren. Den Anfang bildet vMotion, das ein Verschieben von VMs zur Laufzeit gestattet und z.B. bei geplanten Host-Neustarts hilfreich ist. Es wird die Implementierung und Fehlersuche gezeigt, ebenso der Kompatibilitätsmodus EVC. Dieser bildet auch den Einstieg zum Clusterbetrieb.

Die vSphere Availability HA hilft gegen Host-Ausfälle der ungeplanten Art und stellt eines der komplexesten Subsysteme dar. Aus diesem Grund wird intensiv mit diesem Feature gearbeitet und es werden die internen Abläufe im Fault Domain Manager (FDM) erläutert. Auch die erweiterten Optionen, die ein exaktes Feintuning von HA erlauben, werden vorgestellt.

Kunden, die über eine Enterprise-Lizenz oder höher verfügen, können DRS (Dynamic Resource Scheduler) nutzen. Dieses Features bringt einen Lastausgleich mit, der die Arbeitsweise mit vSphere noch einmal völlig verändert. Die Fähigkeiten von manuellen, teil- und vollautomatisierten DRS Clustern werden gezeigt und eingeübt.

Für den dauerhaften Betrieb ist es wichtig, Updates an die Hosts und in Teilen auch an VMs verteilen zu können. Diese Aufgabe übernimmt und erleichtert der VUM, der VMware Update Manager. Seine Konfiguration wird gezeigt und eingeübt.

Das Feintuning einer vSphere Umgebung erfordert bisweilen den Einsatz verschiedener Kommandozeilen-Werkzeuge. Hier ist esxcli zu nennen, aber auch das Analysewerkzeug ESXTOP. Mit diesem hervorragenden Werkzeug kann die Frage geklärt werden, ob die mangelnde Leistung einer VM auf Seiten der CPU, des Arbeitsspeichers oder der Storage zu suchen ist. Es werden die wichtigsten Indikatoren vorgestellt und eine beispielhafte Analyse einer VM unter Last durchgeführt.

Alle Aufgaben in einer VMware Umgebung können auch geskriptet und automatisiert werden. Dafür steht die PowerCLi auf der Basis der Powershell zur Verfügung. Im Kurs lernen die Teilnehmer die Installation kennen und arbeiten mit ausgewählten Befehlen und einigen Musterskripten.

Übersicht

  • Neuerungen unter vSphere 6.7
  • Architektur der vSphere Umgebung
  • Management Network
  • Hosts und vCenter
  • VM Netzwerke
  • Shared Storage
  • vSphere Client (Flex) und HTML
  • Höhere Funktionen

Details zum kursinhalt

Verwaltung virtueller Maschinen
  • Erstellung neuer virtueller Maschinen (Windows und LINUX)
  • Einsatz von vordefinierten VMs
  • VM Verwaltung, vCPU, vRAM, Bootoptionen
  • Konfiguration virtueller Festplatten, Disk-Formate
  • Virtual Hardware Version 14: TPM, VBS und I/O Memory Management
  • Installation und Aktualisierung der VMware-Tools
  • Lebenszyklus einer VM und Optimierung
  • NewVM, RawVM und FineVM
  • Einsatz paravirtualisierter Geräte: VMXNET3 und PVSCSI
  • Hard- und Software Optimierung
  • Deployment aus Vorlagen
  • Anpassungsspezifikationen
  • VM Dateien: *.vmx und *.vmdk
  • Flatfiles
  • Snapshot Management
  • Reparatur und Vermeidung defekter Snapshots
Verwaltung des Inventory
  • Funktionen auf der Farm-Ebene
  • Alarme, Aufgaben und Berechtigungen
  • Verwendung der mitgelieferten Rollen
  • Erstellung geänderter und eigener Rollendefinitionen
  • vCenter Installation, Migration und Upgrade
  • vCenter und AD Integration mit SSO
  • VAMI (vSphere Appliance Management Interface)
  • VCSA Backup und Restore
  • Recovery des SSO Passwortes
  • vCenter High Availability
Hostverwaltung
  • Host-Installation und Management
  • Testen von ESXi in einer Nested Installation
  • Direktkonsole (DCUI) und SSH, elementare ESXi Befehle auf der Shell
  • ESXi als AD Mitglied
  • Einstellungen von ESXi
  • Sicherheit von ESXi Hosts
Vsphere Netzwerke
  • vSwitches und Portgruppen
  • Einstellungen von Portgruppen
  • Einsatz von VLAN Tagging für den VM Traffic
  • Fallstudie: VLAN Tagging im VMware/Cisco Umfeld
  • VMKernel Interfaces
  • Anlegen neuer VMKernel
  • Nutzung mehrerer TCP/IP Stacks
  • Optional: Distributed Switches
  • Optional: Network as a Service (NaaS) mit VMware NSX – Vorstellung der Möglichkeiten
Storage Anbindung
  • Shared vs. Local Storage
  • Einsatz von NFS
  • Anlegen von VMKernel für iSCSI
  • iSCSI Software Initiator
  • iSCSI Laufwerke anlegen und verwalten
  • SATP Module
  • Erstellen von Claim Rules
  • Filesysteme: VMFS 5 und VMFS 6 Überlegungen
Einsatz von Vmotion
  • Verschieben von VMs zwischen ESXi Servern mit vMotion
  • Einrichten von vMotion
  • Enhanced vMotion Compatibility (EVC)
  • Storage vMotion
High availability
  • Hochverfügbarkeit mit vSphereHA
  • Clusterbetrieb mit HA
  • Ausfall von Non-Master/Masterhosts
  • HA erweiterte Optionen
  • Fault Tolerance (FT)
  • Einsatz von DRS
  • DPM Dynamic Power Management
VMware Update Manager
  • Update Manager –automatisiertes Patch und Update Management
  • Grundeinstellungen des VUM
  • Update-Repository
  • Erstellung von Baselines
  • Updates für Hosts
  • Upgrades von Hosts mit VUM
  • Updates für virtuelle Maschinen
Optimierung und Fehlersuche
  • Performance-Analyse mit ESXTOP
  • Menü und Ansichten
  • ESXTOP besondere Indikatoren
  • Aufzeichnung und Auswertung von Leistungsdaten
  • Scripting mit der PowerCLi
  • Installation der PowerCLi und erste Kommandos
  • Beispiele: VM Verwaltung mit der Shell
  • Zeitgesteuerte Aufgaben mit PowerCLi
  • Backup und Restore zur Sicherung des vCenter und der Virtuellen Maschinen
X